Umsetzung der DSGVO-Richtlinien für Website-Kunden


(Matthias Ficht) #1

Hallo liebe Leut‘,

in Anbetracht des bevorstehenden DSGVO-„Brimboriums“ möchte ich Euch fragen, wie Ihr das mit Euren Kunden so handhabt. Ich habe ca. 30 bis 40 Kunden-Websites am Laufen, die theoretisch alle in Hinsicht auf die ab Mitte Mai gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien hin überarbeitet bzw. ergänzt werden müssten. Dieses kann (und darf?) ich ja rechtlich verbindlich nicht wirklich tun, oder? Ich denke da jetzt vor allem an die Texte zu Datenschutz, Privacy usw.

Ich könnte mir vorstellen, dass ich einen Newsletter an meine Kunden versenden, in dem ich sie auf die neuen (ja, ich weiß, so neu sind die jetzt gar nicht, nur eben verbindlich) Richtlinien hinweise und dazu auffordere, mir die für sie jeweils angepassten Texte zuzusenden, damit ich sie in die Websites einbauen kann.

Ich kann mir vorstellen, dass mancher Kunde damit völlig überfordert sein wird. Aber was soll ich machen? Wie weit geht meine Hilfe hierbei? Und natürlich auch wichtig: was läuft unter „Service“ und was wird von mir berechnet (bzw. KANN von mir überhaupt guten Gewissens berechnet werden)? Ja, das sind Fragen, die ich mir eigentlich selbst beantworten können müsste…; kann ich aber nicht.

Wie macht Ihr das so? Bin ich da diesbezüglich evtl. total auf dem Holzweg? Behandele ich meine Kunden „schlecht“, wenn ich sie nur auf den DSGVO-Kram hinweise und mich nicht für jeden Kunden knietief in deren spezifischen Anforderungen an diese Texte hinein knie und diese quasi für sie erstelle bzw. vorbereite? Ich weiß zur Zeit noch nicht einmal, ob ich das überhaupt könnte. Und intensiv damit befassen kann ich mich eigentlich erst im Laufe der nächsten Woche, da ich zu viel mit der Arbeit an neuen Sites befasst bin.
Fassen wir‘s zusammen…: ich könnte kotzen! :-/

Für Hinweise jeglicher Art und evtl. Tips, wie Ihr das so angeht, wäre ich unendlich dankbar!


(Jannis from inStacks Software) #2

Schau mal bei erecht 24 vorbei.


(Michael Doepke) #3

Hallo Matthias,

das ist eine gute Frage und ein wichtiges Thema.
Du darfst tatsächlich keine Rechtsberatung leisten, wenn Du nicht Rechtsanwalt bist.

Wie von Jannis vorgeschlagen benutze ich z.B. einen Agentur Zugang von eRecht 24, um meinen Kunden bei der Erstellung von Impressum und Datenschutzerklärung zu helfen. Das berechne ich ganz normal nach Aufwand.

Wichtig dabei: Ich (oder Du) oder eRecht24 übernehmen keine Haftung.

Haftungsübernahme bekommst Du (bzw. Dein Kunde) nach meinen Recherchen nur direkt vom Anwalt und kostet monatlich ca. dreistellig. Gibt da einige Online Anbieter, die sich überwiegend wohl an Online-Shop-Betreiber wenden. Deren Hauptgeschäft ist das Erstellen von individuellen AGB, das Impressum und die DS-Erklärung gibt es dann quasi dazu.


(Kunstmaler) #4

Moin.
Habe auch einen Account bei eRecht, um mir dort passenden Text (?) holen zu können.
Ich habe meine Kunden informiert (über Newsletter) und auf die DSGVO aufmerksam gemacht.
Für Änderungen an der Website nehme ich einen kleinen Betrag.
Mache darauf aufmerksam, das es Rechtsschutz nur über einen Anwalt gibt … die Texte für die Webseiten hole ich mir über eRecht. Das kann man den Kunden kaum zumuten. Jedenfalls meinen Kunden :-), die kaum “geschäftliche” Absichten haben. Das ganze macht Arbeit und ist ziemlich nervig, aber irgendwie muss man da durch.